Microsoft, ihr macht Mist mit Windows 10

Eigentlich bin ich nicht der M$-Basher. Aber mit Windows 10 geht MS einen vollkommen falschen Weg. Windows as a Service bedeutet 2x-jährliche „Upgrade“-Installationen – und zwar genau in der Weise, wie man es früher immer vermeiden sollte, wenn das System sauber laufen sollte. Wer keine Enterprise-Version lizensieren will/kann, bekommt diese früher (Standard/Home-Edition) oder später (Pro-Edition) zwangsweise aufgedrückt.

Diese Feature-Upgrades führen regelmäßig zu irgendwelchen Problemen oder Inkompatibilitäten mit vorhandener Software. Und anstatt diese „Zwangs-Upgrade“-Strategie zu überdenken, rollt Microsoft regelmäßig normale Updates aus, die im Grunde genommen die regelmäßig stattfindenden Kompatibilitätsprüfungen verbessern sollen. Und anstatt dann diese Feature-Upgrades bei Inkompatibilitäten auszusetzen, wird die inkompatible Software schlichtweg deaktiviert/deinstalliert und das Feature-Upgrade trotzdem durchgeführt.

Und als wenn das nicht schon genug wäre, müssen die Informationen über das System ja auch erstmal gesammelt werden, was Windows 10 auch regelmäßig tut. Und genau dieses Informationssammeln belastet Windows-Rechner, und zwar Festplatten sowie auch CPU stark.

Zusammen mit der sonst häufig installierten/aktivierten System belastenden Software und Diensten führt das dazu, dass z.B. ein Billig-Laptop-Modell mit Celeron-Atom-2-Kern-CPU, 4GB RAM und normaler 5400er HDD mit Windows 10 unbenutzbar wird. Ein Klick auf den Startknopf wird dann zur Geduldsprobe und im Taskmanager scheint die CPU-/HDD-Auslastung irgendwie bei 100% festgenagelt zu sein. Und natürlich nagt das Ganze auch noch an der Akkuleistung.

Hier eine Kategorieauswahl der am stärksten System belastenden Software, die ich am häufigsten auf den Rechner vorfinde:

  • Sicherheitssoftware
  • Tuning-Software
  • Index-Dienste
  • automatische Windows-Updates
  • App-Updates
  • Telemetriedatensammlung
  • Informationssammlung für Kompatibilitätstests
  • andere Auto-Updater (hier machts dann häufig die Summe: z.B. Videoplayer, Browser, Adobe-Sofware, Rechner-Hersteller-Software etc.)

Teilweise finde ich aus einer Kategorie auch mehrere Kandidaten, z.B. 2x AV-Software, 2x Indexdienste (meist Windows + Software von Scanner/Foto-/Video-Kameras) oder 2x Tuningtools (CCleaner+Tunup Utilities/bzw. Nachfolger davon). Hier kann ich dann natürlich noch nachjustieren bzw. die Übeltäter deinstallieren.

Was Windows angeht, müsste ich allerdings selber Hand anlegen bzw. Zusatztools zu Rate ziehen, die dann z.B. die Telemetriesammlungen, entsprechende Dienste und Tasks im Taskplaner deaktiviert.

Und wem Windows 10 noch nicht reicht, der kann sich gern mal anschauen, was MS Office, Windows Server 2016 oder MS SQL-Server 2016 so an Informationen sammeln (=CPU/HDD-Last) und übertragen (=Datenschutzprobleme) möchte.

Zum Schluss noch ein Link, welcher detailiert noch andere Probleme von Windows bzw. Windows 10 auflistet: Why Windows 10 sucks

PS: Ja, das ist ein Rant ohne Details und Tiefgang. Aber die „langsamen“ Windows 10 Laptops, die bei mir reinkommen und ich „schneller“ machen soll, denk ich mir nunmal nicht aus.

PPS: Hatte am Wochende einen alten Laptop mit (C2D@2.3Ghz, 4GB, HDD), den ich jetzt 2 Monate nicht an hatte. Als ich ihn anschaltete und ans Internet hang, war der Rechner sage und schreibe 5h beschäftigt (CPU-/HDD-Last schwankte zwischen 25 und 100%) und ich musste ihn 3x neustarten, da er irgendwelche Windows-Updates nicht installieren konnte und ohne die Updates nicht zur Ruhe kam. Eigentlich wollt ich ein altes MMORPG spielen, aber das war so nicht wirklich möglich. Es ist keinerlei extra Security-Software oder Tuning-Müll installiert. Telemetrie-Datensammelei war sogar weitestgehend deaktiviert worden, sonst hätt das noch länger gedauert. Sry Microsoft, aber ihr produziert z.Z. Softwareschrott.

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